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Dienstag, 30. August 2011

Indigene Brasilianerin wird 121

Maria Lucimar Pereira vom Kaxinawá-Volk glaubt,
hohes Alter am gesunden Lebensstil zu verdanken.

Die wahrscheinlich älteste lebende Person der Welt ist eine brasilianische Indigene vom Kaxinawá-Volk, teilte heute die internationale Nichtregierungsorganisation Survival International mit. Die Frau bereitet sich zurzeit auf ihren 121. Geburtstag vor.

Maria Lucimar Pereira ist eine Angehörige der Kaxinawá-Indianer und lebt im westlichen Amazonasgebiet Brasiliens. Sie will ihren Geburtstag am 3. September mit ihrer Familie verbringen. Pereira spricht nur die Sprache Kaxinawá und hat nie in einer Stadt gelebt. Sie glaubt, dass sie ihr hohes Alter ihrem gesunden Lebensstil verdankt. Sie ernährt sich ausschliesslich von natürlichen Lebensmitteln aus dem Wald: gegrilltes Fleisch, Affe, Fisch, Maniok und Bananenbrei.

Pereira ist noch immer gesund und aktiv. Carlos, ein Sprecher der Gemeinde, berichtet, dass sie nach wie vor im Dorf unterwegs ist und die Geschichten der Kaxinawá erzählt. Sie besucht auch gerne ihre Enkel in benachbarten Gebieten.

Montag, 22. August 2011

Weltweite Proteste gegen Amazonas-Staudamm


Demonstranten protestieren in Berlin gegen Staudamm Belo Monte in Brasilien.

Tausende Menschen versammelten sich in Städten weltweit, um gegen den Megastaudamm Belo Monte zu protestieren, wie die Nichtregierungsorganistion Survival International berichtete. Der Damm wird zurzeit im brasilianischen Amazonas errichtet.

Gruppen in ganz Brasilien forderten Präsidentin Dilma Rousseff am Samstag dazu auf, den Bau des zerstörerischen Damms am Xingu-Fluss zu stoppen. Demonstranten in Deutschland, Australien, Kanada, Iran, Mexiko, der Türkei, den USA und in mindestens acht weiteren Ländern schlossen sich ihren Forderungen an. Die internationalen Proteste waren eine Reaktion auf den Baubeginn des Staudamms, ungeachtet der Verletzung von Menschenrechten und Umweltschutzbestimmungen und massiver Ablehnung durch die lokale Bevölkerung.

Der Staudamm Belo Monte wird große Landflächen zerstören und somit das Überleben mehrerer indigener Völker gefährden, darunter auch dasjenige extrem bedrohter unkontaktierter Gruppen. Die Kayapó-Indianer in der Region haben davor gewarnt, der Xingu werde ein "Fluss des Blutes", wenn der Damm gebaut wird.